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Lindener des Monats

Januar 08: Lutz Krajenski


01.01.08 08:12 Alter: 9 Stunden(e)

VON: BAR

Lindener Marktfest, Oktober 2002: der Herbst ist ganz unerwartet allgegenwärtig und es ist so bitterkalt, dass das Caipirinhaglas an den Fingern festfriert. Auf der Bühne rackert sich tapfer eine Coverband mit dem unscheinbaren Namen 'Roger and the Groovers' ab. Die Band ist gut, keine Frage. Aber die frostigen Temperaturen ziehen das Publikum weniger in den Bann der Musik, dafür mehr und mehr in die anliegenden Kneipen.

lutz krajenskiHeute sähe das sicher ganz anders aus. Die Leute zögen sich schön Pulli, Mützchen und Handschühchen über, kämen pünktlich und blieben artig bis zum Schluss vor der Bühne stehen, um bloß keine Note zu verpassen – egal, wie kalt es wäre. Aber damals konnte kaum jemand ahnen, dass ein paar der Musiker, die dort routiniert ihre Aufgabe erfüllten, einige Jahre später mit deutschsprachiger Swingmusik Hallen füllen, die Charts stürmen, sogar unsere Nation beim Eurovision Song Contest vertreten werden: Mit dabei Vocalist Roger Cicero aus Hamburg und sein Arrangeur, Bandleader und Pianist Lutz Krajenski – aus Linden-Süd.

Lutz ist Vollblutmusiker und gilt als einer der besten Tasteninstrumentalisten des Landes. Ein Lindener Amadeus. Seit seinem 5. Lebensjahr musiziert er. Erst Akkordeon, später Orgel und Klavier. Studiert dann Jazz- und Popularmusik und ist seitdem Berufsmusiker mit zunächst etlichen kleineren Projekten. Arrangiert, komponiert und produziert zudem in seinen eigenen 'Kioskstudios'. 

Wie viele von uns ist der 35jährige ein Wahl-Lindener – allerdings mit frühkindlicher Prägung: Der in Hüpede bei Pattensen Aufgewachsene besuchte die Helene-Lange-Schule in Linden und hatte Unterricht in der Grundschule Eleonorenstraße. Dort, wo sich heute im Keller der Szeneladen 'Feinkost Lampe' befindet.

Vor zwölf Jahren zog Lutz nach Linden, als in dem Mietshaus, das den Eltern seiner damaligen Freundin gehört, zufällig eine Wohnung frei wurde – und ist dem Stadtteil bis heute treu geblieben: "Alles da, alles ums Eck, nette Menschen, viel Grün und gute Luft!"

Nun – das findet man eventuell auch in Grasdorf. Dass die Verbundenheit zur Heimat noch etwas weiter gehen muss, zeigte er 2001 bei der Namensgebung seiner eigenen Wunsch-Bigband: Das 'Salonorchester Linden Mitte'. Mit dieser Formation aus Lutz' ganz persönlichen Lieblingskollegen aus Hamburg und Hannover wurde bereits der Grundstein für das heutige Cicero-Projekt gelegt. 2004/2005 beschenkte er das Lindener Publikum mit regelmäßigen Gratiskonzerten seiner 'Combo de Luxe' im Club Centrum. Jenen folgten manchmal legendäre, promillehaltige Jam-Sessions bis tief in die Nacht, wo in der Not auch mal Küchengeschirr als Schlagwerkzeug zweckentfremdet wurde. Das findet man – zumindest in dieser Qualität – eher selten in Grasdorf.

Spontane Spaßauftritte dieser Art sind heute eher selten zu erwarten. Die Arbeit mit Roger Cicero ist seit dem Durchbruch mit der CD 'Männersachen' zu einem Vollzeitjob geworden. Gut für Lutz, denn das Leben eines Profimusikers ohne solch ein festes Engagement ist ein hartes Stück Brot, das unregelmäßig und meistens im Auto gegessen wird. Schade aber für uns, denn wir würden ihn gern mal wieder unerwartet und ohne Ankündigung in irgendeinem kuscheligen Lindener Laden hinter dem E-Piano sehen – ob mit oder ohne Roger. Da ist unser Wunsch, dass es bald mal wieder ein gaaaanz kleines bißchen bergab mit der Karriere gehen könnte, auch alles andere als böswillig gemeint.

Diese Hoffnung wird wohl zunächst unerfüllt bleiben: beim Zuschauervoting des Fernsehsenders ProSieben wurde Cicero gerade auf Platz 30 der "100 nervigsten Deutschen 2007" gewählt – noch vor Heidi Klum. Trotz des spöttischen Titels ist dieses Prädikat doch in Wahrheit ein klares Zeichen für Erfolg. Also noch viel zu tun für Lutz Krajenski. Es sei ihm gegönnt – solange er nur hier bleibt und nicht nach Hamburg auswandert ... oder Berlin ... oder in irgendein tristes Nest in den Staaten – wie Miami Beach.

 

. oben rechts aktuelles und hinweise

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